Kennen Sie die Geschichte vom schwarzen Punkt? Sie zeigt uns, wie häufig wir in unseren Gedanken gefangen sind. Das ist fast immer, wenn wir im Stress, im Funktionsmodus, im "müssen", im Abarbeiten von "to do" - Listen sind....
Ein Professor überrascht seine Klasse mit einem Test. Die Aufgabe: Die Schüler sollen beschreiben, was sie auf dem Papier sehen. Als die Schüler das Blatt umdrehen, sehen sie einen schwarzen Punkt in der Mitte des weißen Papiers.
Am Ende der Stunde sammelt der Professor die Antworten ein und beginnt, sie laut vorzulesen. Alle Schüler - ohne Ausnahme - schreiben über den schwarzen Punkt, über seine Größe, seine Farbe und seinen Durchmesser. Dann erklärt der Professor:
Keiner von euch hat über den weißen Raum auf dem Papier geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – das Gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen, es zu gestalten und zu genießen, aber wir konzentrieren uns auf die dunklen Flecken.
Der Professor sagt, dass wir uns oft auf unsere Krankheiten, Geldsorgen und Beziehungsprobleme konzentrieren. Dabei sind diese dunklen Flecken meist gar nicht so groß im Vergleich zu dem, was wir in unserem Leben sonst noch haben. Und doch trüben sie unsere gesamte Stimmung.
Meine persönliche Erfahrung mit dem schwarzen Punkt
Auch in meinem Leben gab es Zeiten, in der ich mehr die dunklen Flecken wahrnahm als all das Schöne und die Fülle. Heute bin ich dankbar, dass es mir oft gelingt, das zu sehen, was mir gut tut, das Bereichernde, das Schöne, das Bunte, das, was mich begeistert und beflügelt Das Tun als «dürfen» anzusehen und nicht als «müssen» - und die Dankbarkeit als tägliches Ritual zu zelebrieren.
Möchten Sie das auch?
Dazu geben ich Ihnen gerne 2 Tools für einen bewussten Fokuswechsel
Nr. 1: Täglich Dankbarkeit notieren
Starten Sie mit einem Tagesrückblick abends. Nehmen Sie sich abends Zeit, um den Tag Revue passieren zu lassen und dabei drei positive Momente zu reflektieren, wofür Sie dankbar sind. Schreiben Sie diese auf - es bietet sich ein schönes Heft an oder ein Dankbarkeitsbuch. Machen Sie das eine Woche lang.
Zum Beispiel: Ich bin dankbar für das spontane Treffen mit einer Freundin, weil es für mich so bereichernd ist, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen.
Beginnen Sie den Satz immer mit "ich bin dankbar für ... und weil es ....
Das lässt sie schöne und positive Gefühle erleben und wahrnehmen - sagen Sie die drei Sätze laut und nehmen Sie wahr, wie es sich anfühlt. Beobachten Sie, wie sich Ihre Stimmung dadurch ändert. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch diese Übung depressive Tendenzen zurückgingen und das subjektive Glücksempfinden stieg. Noch bis zu sechs Monaten später, nachdem die Probanden eine Woche lang jeweils abends drei positive Dinge aufgeschrieben hatten, waren diese Unterschiede nachweisbar.
Nr. 2: Ihr persönlicher Dankbarkeitsanker
Beschaffen Sie sich als Dankbarkeitsanker einen Gegenstand, der Sie immer daran erinnert. Das kann eine schöne Karte, eine Foto, einen Stein, eine Kette, etwas in Ihrer Hosentasche sein. Stellen Sie einmal vormittags und einmal nachmittags Ihren Wecker oder Ihren Handytimer und sagen den Satz: "Ich bin dankbar für ....
Legen Sie den Gegenstand auch in Ihr Auto, in die Küche, an Ihren Arbeitsplatz.
Was wir denken und fühlen, strahlen wir aus - dahin fliesst unsere Energie, unsere Aufmerksamkeit, unser Fokus. Und last but not least:
Das nähren wir damit und vermehrt sich.
Ich wünsche Ihnen ein Meer von positiven Emotionen – im Wissen,
dass auch die schwierigen Gefühle zum Leben dazugehören.
